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Geflügelpest - Aufstallpflicht auch im Landkreis Nienburg

Bei einer tot aufgefunden Graugans in Rehburg-Loccum wurde die hochansteckende aviäre Influenza (Geflügelpest HPAIV, H5) am 19.11.2020 festgestellt.

Geflügelpest © pixabayAngesichts der aktuellen Ausbrüche der Geflügelpest in mehreren europäischen Nachbarstaaten, in Deutschland in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie einer Risikobewertung durch den Landkreis Nienburg, wurde eine Aufstallpflicht für Geflügel als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung der Geflügelpest angeordnet. Entsprechende Anordnungen haben bereits auch verschiedene andere niedersächsische Landkreise getroffen.

Die Aufstallpflicht gilt für das gesamte Kreisgebiet. Alle Personen, die Geflügel draußen halten (auch Hobbyhalter), müssen ihre Tiere aufstallen oder unter einer Vorrichtung halten, die überdacht ist und eine Seitenbegrenzung hat, um das Eindringen von Wildvögeln zu verhindern.

Hintergrund der Maßnahme ist das steigende Verbreitungsrisiko des hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 bei Wildvögeln sowie auch in Nutzgeflügelbeständen in mehreren deutschen Bundesländern. Dies hat dazu geführt, dass das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in seiner aktuellen Risikobewertung vom 05.11.2020 das Risiko der Einschleppung des Virus in die Hausgeflügelpopulation über Wildvögel als hoch eingestuft.

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza (Vogelgrippe) handelt es sich um eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung beim Geflügel. Bislang ist keine Übertragung von H5N8 auf den Menschen bekannt

Experten gehen davon aus, dass der Erreger insbesondere durch umherziehende Wildvögel verbreitet wird, von denen sich auch viele im Landkreis Nienburg aufhalten. 

Der Ausbruch der Geflügelpest bei Hausgeflügel kann immense wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und die verarbeitende Industrie haben und muss daher mit allen Mitteln verhindert werden.
Darüber hinaus fordert der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung alle Geflügelhalter im Landkreis auf, die erforderlichen Vorsorge- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten. Hierzu gehört unter anderem, dass Geflügelställe generell nur mit entsprechender Schutzkleidung betreten werden und dass Futterstellen für Wildvögel nicht zugänglich sein dürfen.

Wer bisher seine Geflügelbestände noch nicht beim Kreis angemeldet hat, wird aufgefordert, dies umgehend nachzuholen.

Aktuelle Lage zur Geflügelpest in Deutschland - Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen


Hinweis von Frau Dr. Mamavar (Kreisveterinärin Nienburg/Weser)

 

Sehr geehrte Geflügelzüchter und -halter,

 

die aktuellen Nachweise von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI H5) bei Wasser- und Greifvögeln in Küstenregionen der Nord- und Ostsee stehen zeitlich und räumlich im Zusammenhang mit dem bereits begonnenen Herbstzug von Wasservögeln aus den Regionen, in denen HPAIV H5N8 nachgewiesen wurde.  Die Dichte der Vogelpopulationen in Rastgebieten wird in den kommenden Wochen weiter zunehmen bzw. durch Kälteeinbrüche beschleunigt, diese Bedingungen begünstigen die Virusübertragung und Ausbreitung.

 

Das FLI schätzt daher das Risiko weiterer Einträge von HPAI H5-Viren nach Deutschland weiterhin als hoch ein. Die Ausbreitung von HPAI H5-Viren in Wasservogelpopulationen in Deutschland und ein Eintrag in deutsche Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird ebenfalls als hoch eingeschätzt.

 

Seit dem 30.10.2020 wurden in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Niedersachsen insgesamt 49 Ausbrüche von HPAI H5 bestätigt. In Schleswig-Holstein handelte es sich um bisher 44 Ausbrüche bei Wildvögeln und um einen Ausbruch in einer Geflügelhaltung mit 57 Hühnern. In Niedersachsen wurde am 05.11.2020 der Ausbruch der HPAI H5 bei einer Wildente (Pfeifente) im Landkreis Cuxhaven festgestellt. Proben einer weiteren verdächtigen Pfeifente aus dem Landkreis Cuxhaven befinden sich derzeit zur weiteren Untersuchung im FLI.

 

In Anbetracht dieser Entwicklungen hat der Schutz der Hausgeflügelbestände vor einem Eintrag der Geflügelpest höchste Priorität. Hierfür ist die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen von größter Bedeutung. Sie als Geflügelhalter sind daher aufgerufen, die angewendeten  Biosicherheitsmaßnahmen zu prüfen, gegebenenfalls zu verbessern und konsequent durchzuführen. Entsprechende Hinweise und Links zu Dokumenten finden sich in der Risikoeinschätzung des FLI. 

 

Im Anhang ist die aktuelle Risikoeinschätzung des FLI vom 05.11.2020, sowie  ein Merkblatt mit Verhaltensregeln für kleine Geflügelhaltungen und ein Merkblatt Nutzgeflügel schützen beigefügt. Diese Merkblätter sowie weitere hilfreiche Dokumente sind  im Internet auf der Seite

www.tierseucheninfo.niedersachsen.de (https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/informations-merkblatter-und-downloads-190699.html) verfügbar.

Anbei noch ein Link zur „Risikoampel AI zur Selbsteinschätzung der Biosicherheit in Geflügel haltenden Betrieben“ (https://risikoampel.uni-vechta.de/ ). Diese ist eigentlich eher für größere Betriebe gedacht.

  

Auffälligkeiten im Geflügelbestand, beispielsweise eine erhöhte Sterblichkeit oder ein Rückgang der Leistung sind unverzüglich an das Veterinäramt Nienburg zu melden.

"Meer Radio" Reporterin Julie war bei Rassegeflügelzüchtern zu Besuch. Sie züchten seltene und vom Aussterben bedrohte Geflügelrassen.

Liebe Freunde des Rassegeflügels,

liebe Mitglieder, Interessierte und Hühnerhalter,
 
heute bitten wir euch an einer Online- Petition teilzunehmen.
In Frankreich wurde das Ziel bereits erreicht, dass Krähen von Hähnen als “kulturelles Erbe“ zu schützen.

Die weitere Erklärung sind auf der Online- Petition im unteren Bereich ausgiebig erklärt worden.
Aus diesem Grund möchten wir euch alle dazu animieren, an dieser Petition teilzunehmen.

Man hört immer wieder aus vielen Richtungen, dass es Probleme mit Nachbarn von Geflügelzüchtern- und Haltern gibt, die das Hahnenkrähen stört.
Häufig handelt es sich dabei um Zugezogene aus Stadtgebieten, die auf dem Dorfe ihre ländliche Ruhe suchen.
Vor dem Erwerb eines Baugrundstückes oder eines Hauses ist das Umfeld Nebensache.
Erst viel später wird wahrgenommen, dass auch ein Dorf seine eigenen Geräusche hat und so entstehen Streitigkeiten.

Sollte Deutschland das gleiche Potenzial wie Frankreich haben, könnten solche Streitigkeiten bald ein Ende finden.

Gerade unser schönes Hobby, verliert durch diese Verbote und Einschränkungen in Sachen Hahnenkrähen an potenzielle Züchtern und Hühnerhaltern.
Der Sinn der Arterhaltung vieler schöner Rassen bleibt dann auf der Strecke.

Der Link darf gerne geteilt werden - macht alle mit. Es kann uns irgendwann alle treffen.

 

https://www.openpetition.de/petition/online/ortsuebliche-emissionen-wie-hahnenkraehen-und-kirchengelaeut-als-kulturelles-erbe-schuetzen?fbclid=IwAR0EtdKpzsx38TKtGtnY6TJFcDQ5GQgO2fStj8li6BUMNtEU407MdL1mvC8

 


Hygienekonzept für Schauen in den Landesverbänden Hannover und Weser-Ems

 

Um die Einschleppung und Verbreitung des COVID-19 zu minimieren beziehungsweise zu verhindern, wurde dieses Hygienekonzept für die Landesverbände Hannover und Weser-Ems erarbeitet.

Grundsätzlich muss bei den möglichen Kontaktpersonen zwischen Ausstellern, Mitarbeitern und Besuchern unterschieden werden.

Veranstaltungsort und Mitarbeiter:

-      Die Veranstaltung wird nur durchgeführt, wenn der Ort der Veranstaltung in einem Landkreis liegt, in dem es innerhalb der letzten sieben Tage vor dem Aufbau der Ausstellung weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gegeben hat.

-      Die Adressen der Mitarbeiter werden notiert. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter geben eine Selbsterklärung gegenüber der Ausstellungsleitung ab, dass sie sich frei von Symptomen dieser Erkrankung fühlen.

-      Die Ausstellungsleitung stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass eine entsprechende Belüftung/Durchlüftung der Ausstellungsörtlichkeit möglich ist.

Aussteller

-      Ausstellen darf nur, wer aus einem Landkreis kommt in dem es in den letzten 7 Tagen vor dem Verbringen der Tiere weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gegeben hat. Damit dies nachvollziehbar ist, muss bei der Anmeldung zur Schau der zuständige Landkreis oder die kreisfreie Stadt des Wohnorts mit angeben werden. Für die Überprüfung ist die Seite des RKI maßgeblich (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/)

-      Die Züchter verpflichten sich, mit der Anmeldung dies selbstständig zu überprüfen und bei Eigenanlieferung ebenfalls symptomfrei zu sein. Andernfalls hat er andere Personen mit der Einlieferung zu beauftragen. Gleiches gilt auch für das Aussetzen. Beim Einsetzen und Aussetzen ist nach Betreten des Ausstellungsraums eine Mund-Nasen-Abdeckung zu tragen.

Veranstaltung und Besucher:

-      Zutrittsbeschränkung während der Besuchszeiten: Die Ausstellungsleitung stellt sicher, dass pro vier Quadratmeter Ausstellungsfläche nur ein Besucher die Ausstellungshalle betritt. Das heißt, bei einer Ausstellungsfläche von 300 Quadratmeter sind dies 75 Personen, die sich gleichzeitig in der Ausstellungsörtlichkeit befinden dürfen. Beim Zutritt werden die Kontaktdaten aufgenommen, hierbei können Hausgemeinschaft mit bis zu fünf Personen auf einem Kontaktformular mit angegeben werden. Durch Aushänge werden die Besucher auf die allgemeinen Hygiene- und Kontaktregeln aufmerksam gemacht. Bei Anzeichen eines Besuchers auf grippe- oder erkältungsähnliche Symptome kann vom Hausrecht Gebrauch gemacht werden und zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert werden. Während des Aufenthalts in der Ausstellungsörtlichkeit ist eine Mund-Nasen-Abdeckung verpflichtend zu tragen.

-      Beim Betreten und Verlassen der Örtlichkeit wird die Möglichkeit der Händedesinfektion gegeben. Gleiches gilt für den Besuch der Toiletten.

-      Die Gänge in der Ausstellung zwischen den Käfigen werden so gestaltet, dass diese als „Einbahnstraße“ nutzbar sind. Entsprechende Hinweisschilder werden angebracht.

-      In der Ausstellungslokalität werden keine Speisen und Getränke zum Verkauf angeboten. Ein Angebot außerhalb oder getrennt zur Ausstellungshalle mit entsprechendem Abstandsgebot kann erfolgen.

-      Alle gesammelten Daten über Kontaktpersonen werden nach Ablauf von 14 Tagen vernichtet.

 

 

Alfred Karl Walter und Lars Steenken

 

 

 

 

 

 

 

Gerne können Sie mir Bilder Ihrer Nachzucht, Ihres Futters oder ähnliches zukommen lassen. Sie werden dann auf der Seite hochgeladen und andere Züchter können sich im Alltag der Corona Pandemie auch ohne direkter Nähe ein Eindruck über andere Zuchten bilden.

 

Bilder an: julianmeyeraraucana@gmail.com