Alles rund ums
Huhn.
"Ich wollt ich wär ein Huhn, ........". Es
gibt ein Lied, das das Leben des Huhns in einer
lustigen Melodie darbietet und man glaubt,
es ist das Leben eines Tieres, mit nur einer
Aufgabe.
Doch so einfach ist es nicht und trotzdem
ist ein Hühner Leben, wenn man es als Züchter oder
auch Halter betrachtet, sehr
interessant.
Kleine
Statistik: rund 50 Millionen
Hühner werden in Deutschland zur Eierproduktion
gehalten. Wenn man dann jedem Huhn pro Jahr
eine Legeleistung von 220 Eiern nachsagt,
dann kann sich jeder ausrechnen, welche
Leistungen von diesen friedlichen und genügsamen
Geschöpfen erbracht werden.
Hier zählen nur die reinen
Legehühner.
Zu diesen, nur für das Ei gehaltenen
Hühnern, kommt noch eine Vielzahl von Rassehühnern
in 200 verschiedenen Arten, Formen, Größen,
Temperamenten und Farben. Hier ist die
Eierproduktion sekundär. Hier gilt es, die
typischen Rassemerkmale zu erhalten, zu
verbessern und in Zuchten und Blutlinien
weiter zu entwickeln und zu bewahren.
Wer diesen Unterschied erkennt, hat einen
wichtigen Grundstein für die eigene
Hühnerhaltung und vielleicht auch Zucht
gelegt.
Jeder der am Anfang steht und sich für ein
paar Hühner entschieden hat, sollte sich mit dieser
Frage auseinander setzen .
Danach ist der weitere Weg vorgegeben und
die Entscheidung einfach, denn alles weitere
läuft in gewissen Parallelen ab, das
wunderbar mit Fragen im alphabetischem Ablauf für
Legehühner und auch Rassehühner dargestellt
und beantwortet werden kann.
Anschaffung, woher?
Möglichst Tiere von erfahrenen Züchtern
oder seriösen
Händlern erwerben. Niemals vom Fischmarkt.
Erfahrene Züchter kennen viele Möglichkeiten
der Beschaffung und sind auch behilflich
dabei.
Brüten, jeder kann
seinen Stamm selbst ausbrüten oder ausbrüten lassen. Hier helfen
erfahrene Züchter
gerne weiter und der Vorteil ist, man erlebt seine Tiere von
klein auf an.
Chemie, der Markt ist
voll von Produkten, die aus unserer Sicht in der
Geflügelhaltung und Zucht oft
keine Wirkung haben und zudem noch teuer sind. Erfahrene
Züchter raten zu vielen Hausmitteln und den kostenlosen Produkten aus der
Natur.
Der liebe Nachbar hat
immer ein Wort mitzureden, wenn die Entscheidung zur
Hühnerhaltung in der Familie getroffen ist.
Ein Gespräch über den Zaun, kann vieles im
Vorwege klären und einen eventuellen Streit
verhindern. Darf ich überhaupt in meinem
Wohngebiet Kleintierhaltung betreiben,
entscheidet die jeweilige Satzung der Stadt bzw. der
Gemeinde. Auf dem Ordnungsamt zu
erfragen.
Mein Stall sollte dann nicht auf der Grenze
gebaut sein. Hier gelten die allgemeinen
Bauvorschriften der Stadt oder der
Gemeinde. Mein Auslauf muss auf jeden Fall so konzipiert
sein, das meine Hühner, die auch je nach
Temperament, gerne einmal fliegen, den Garten des
Nachbarn nicht "zerstören".
Das wichtigste aber ist, der Hahn. Ohne
Hahn keine Zucht. Aber auch viele Halter haben
zwischen ihren Hühnern gerne einen Hahn.
Dieser wird garantiert einen Konflikt in der
Nachbarschaft auslösen. In ländlicheren
Gebieten weniger aber in enger bebauten Stadt- oder
Gemeinde Gebieten sofort.
Seine Eigenschaft ist das Krähen, ohne sich
an irgendeine Regel im Tagesablauf zu halten.
Hier gibt es auch je nach Temperament und
Rasse, keine Unterschiede. Kleine krähen
vielleicht mehr aber auch
große können dies, dann lauter und häufiger. Selbst erfahrene
Züchter können hier wenig raten. Den Hahn einsperren ist zwar ein Tipp aber keine
Lösung.
Wurde der Nachbar erst einmal genervt oder
morgens um 04.00 Uhr geweckt, ist die
"Freundschaft" meistens vorbei. Hierzu gibt
es Gerichtsurteile und Strafandrohungen, die
schnell hoch ausfallen können. Wer nicht
züchtet, sollte auf einen Hahn verzichten, es sei
denn er hat keine Nachbarn. Auf Toleranz
sollte man nicht setzen.
Eier, große, kleine,
weiße, braune, grüne oder auch dunkelbraune, alles ist heute auf
dem Markt. Der Unterschied
liegt nur in der Farbe der Schale. Am Eigelb kann der erfahrene
Züchter eventuell Rückschlüsse auf die Fütterung und die Frische erkennen.
Geschmacklich
gibt es keinen Unterschied.
Fütterung, hier sollte
man sich zu Beginn mit erfahrenen Züchtern
austauschen.
Futter ist nicht gleich Futter und wenn die
Aufnahme verweigert wird, liegt es nicht am Huhn
sondern sehr oft am Futter. Der Markt ist
auch hier voll von Sorten, die alles versprechen und
am Ende nur Geld kosten. Hühner gab es schon
vor tausend Jahren und selbst in den Ländern,
wo das Huhn heute zum täglichen Überleben
gehalten wird, erreicht unser Futtermarkt dort
nicht einen Hühnerhalter. Trotzdem werden
auch dort Eier gelegt.
Sehr gerne nimmt das anspruchslose Huhn auch
einmal die Reste vom Küchentisch. Vorsicht
mit zu viel Salz oder Gewürzen.
Eingeweichtes Brot ist sehr beliebt und unter das tägliche
Futter gemischt, auch
verträglich.
Salat und Obst bleibt niemals
liegen.
Große, mittelgroße
oder Zwerge, das ist die Frage, die erfahrene
Züchter
manchmal auch nicht gleich beantworten
können. Viele Faktoren müssen dazu beachtet
werden. Vor allem will ich die Zwerge
züchten oder aus Spaß halten. Eierleger sind es nicht,
um den täglichen Bedarf selbst
zu produzieren, aber durchaus niedliche, agile und
interessante Gattungen ihrer
Art.
Haltung, dieser Punkt
beinhaltet eine Grundsatzentscheidung, denn der Stall, der
Auslauf und die Größe für die Möglichkeit
zur Haltung, wird nur einmal festgelegt und bietet
sehr oft wenige Variationen.
Hier geben erfahrene Züchter gerne Tipps, die sie aus eigener
Erfahrung selbst gesammelt haben. Es ist
aber auch nicht ausgeschlossen, das Verbesserungen
immer möglich sind.
Impfen, alle Hühner
müssen geimpft werden. Dies ist neben der Anmeldepflicht,
die einzige gesetzliche Vorschrift, wo der
Gesetzgeber sich in dieses Hobby ein
Mitspracherecht vorbehält. Zur
Zeit wird viermal im Jahr geimpft. Hierzu kann man die
Tiere
über das Trinkwasser den Impfstoff
verabreichen. Tierärzte können aber auch mit der Nadel
die Tiere impfen, die dann nur
einmal im Jahr erfolgen muss. Kein erfahrener
und
verantwortungsbewusster
Züchter vergisst die Termine.
Junge oder ältere
Tiere, wird immer zu Gunsten der jüngeren Tiere entschieden.
Alt werden sie alleine und wenn man eine
durchschnittliche Lebensdauer von 3-4 Jahren
zugrunde legt, dann ist das erste Jahr das
effektivste. Wie schon aufgeführt ergibt die
Legeleistung über das Jahr gerechnet auch
die Zeiten vor, an dem das Huhn keine Eier legt
und Zeiten zur Erholung für sich braucht.
Diese Phase kann bei älteren Hühnern schon einmal
länger dauern. Bei
erfahrenen Züchtern, die durch Einkreuzen eine neue Blutlinie brauchen,
oder sonstige Rassemerkmale verbessern
möchten, sind auch ältere Hühner und vor allem
Hähne schon einmal die Regel diese
einzukreuzen.
Kalk, ein wichtiges
Grundnahrungsmittel, das jedem Huhn nicht vorenthalten
werden sollte. Bei
erfahrenen Züchtern steht die Kalkration den Tieren immer zur Verfügung.
Hühner haben keine Zähne und benötigen im
Magen Elemente, um das aufgenommene
Körnerfutter zu zerkleinern. Für eine
ausgeprägte Knochenbildung und Wachstum
unverzichtbar.
Legeleistung, unserer
als Haustiere gehaltenen Hühner, sowohl als Hobby aber
auch in der Zucht, legen von Natur aus ihre
Eier und sind nicht auf Leistung getrimmt. Jeder
möchte immer ein Frühstücksei aber dafür
reicht unsere Art der Haltung und auch Fütterung
nicht. Erfahrene Züchter lassen ihren Tieren einen großen Spielraum wie freien
Auslauf,
tiergerechte Fütterung und wenig Stress.
Damit regelt sich die Legeleistung von alleine.
Legebatterien,
Futterergänzungsmittel und Verkürzungen der
Ruhephasen durch Beleuchtung, können zwar die
Leistung kurzzeitig erhöhen, verkürzen aber die
Lebenserwartung.
Medizin, in der
Hühnerhaltung und auch in der Zucht, nicht unbedingt ratsam.
Wer sich die wenigen Krankheitsbilder und
Symptome unserer Tiere vergegenwärtigt, wird
sehr schnell feststellen, man
kann nicht viel machen. Auch erfahrene Züchter
haben nur die
Möglichkeit, durch ein geschultes Auge eine
Veränderung festzustellen. Sofort sollte dieses
Tier rausgenommen werden und separat
gehalten werden, bevor es zu Ansteckungen kommt.
Im nächsten Schritt lassen erfahrene Züchter
eine Kotprobe bei einem Tierarzt untersuchen,
von dem abgesonderten Tier und auch von den
anderen. Hier reicht eine Sammelprobe. Das
Ergebnis wird das weitere Vorgehen bestimmen
und der Rat des Tierarztes sollte befolgt
werden.
Neuzugänge, in diese
Situation kommt jeder Halter und auch erfahrene
Züchter
bei diesem Hobby. Habe ich einen gewissen
Stamm, in der Regel im Minimum vier Tiere, ist
unter diesen im laufe der Zeit, wenn kein
Hahn dazwischen ist, die Rangordnung festgelegt.
Man kann es selbst beobachten und
herausfinden, wer "Chefin" im Stall ist. Welches Huhn
beginnt zuerst zu fressen und beißt andere
zurück, falls sich jemand vordrängelt. Nur ein
Beispiel.
Kommt hier ein weiteres Huhn hinzu, wird
dieses sich immer hinten anstellen müssen. Bei
Neuzugängen mindestens zwei Tage das
Verhalten beobachten. Hat ein Neuzugang erst
einmal eine, im schlimmsten Fall blutige
Verletzung, wird der Rest sich weiter kannibalistisch
benehmen.
Ohren, wenn auch nicht
sichtbar, so sind sie doch vorhanden und das sollte man
auch nutzen. Ein
erfahrener Züchter begegnet seinen Hühner stets mit einem gleichen
Lockruf und erreicht damit, das die Tiere
sich an seine Person und den Ruf gewöhnen. Der
Vorteil ist, das die Tiere ruhig bleiben und
damit keinen Stress haben sowohl im Stall als auch
im Auslauf. Sie erkennen, es besteht keine
Gefahr.
Platz, hier gibt es
Erfahrungswerte bzw. tiergerechte Vorgaben, die möglichst
auch eingehalten werden
sollten. Erfahrene Züchter haben aber auch festgestellt, das jedes
Huhn seinen eigenen Horizont bildet. Haben
die Tiere die Möglichkeit einen Auslauf zu
nutzen, sollte man diesen möglichst begrenzen
und damit die Nutzfläche abwechselnd
freigeben.
Auch Hühner, die in kleineren Verhältnissen
leben müssen, gewöhnen sich an diesen
Umstand. Es ist gerade für Züchter von
Vorteil, wenn eine gute Befruchtung durch den
hin zugesetzten Hahn erreicht und optimiert
werden soll. Hier sind dann Verhältnisse von 1: 4
bzw. 1: 5 Erfolg versprechend. Liegt aber auch an den verschiedenen Rassen und
dem
jeweiligen Temperament dieser
Gattungen.
Qualzuchten, ein Begriff, der in den letzten Jahren sehr oft zu hören war. Was
will man damit zum Ausdruck bringen? Die
Möglichkeit in der Rassegeflügelzucht einem
vorgegebenen Standard seiner gezüchteten
Rasse möglichst so nah wie möglich zu kommen,
bringt gewisse Gefahren mit sich. Durch
Einkreuzen verschiedener Merkmale aus anderen
Rassen, um den Schnabel möglichst kurz zu
halten, den Stand zu verkürzen, die Farbe zu
optimieren oder eine Hauben Bildung zu
verbessern, kann zwar ein richtiger Schritt sein, um
den Standard zu erreichen, aber ob das Tier
damit stressfrei gezüchtet wird und sich nicht
quält, sollte immer
hinterfragt werden. Jeder erfahrene Züchter
hat hiermit sicherlich schon
einmal Erfahrungen gesammelt und am Ende
vielleicht nicht das erreicht, was er sich erhofft
hatte.
Robust, heißt nicht in
jedem Fall Stärke gegen alles. Auch einem Huhn sollte man
gewisse Schwächen zugestehen. Nässe ist zum
Beispiel ein Merkmal genau wie Hitze, das
den Hühnern nicht besonders
gefällt. Ein erfahrener Züchter wird niemals zu einer
gemeinsame Haltung mit Wassergeflügel wie
Enten und Gänse raten. Jeder Auslauf sollte
auch die Möglichkeit haben
durch Büsche oder kleine Sträucher Schatten zu
spenden.
Schönheit, überwiegend
ein Merkmal aus der Zucht, wo die über 200
verschiedene Rassen in allen Farbschlägen zu
finden sind. Aber auch die normalen
Legehühner gibt es heute in
vielen verschiedenen Farben, so das der erfahrene
Züchter auch
hier von einer gewissen Schönheit
spricht.
Tag, der Tag eines
Huhnes ist durch feste Abläufe geregelt. Hühner stehen sehr
früh auf und gehen Abends früh zur Ruhe. Der
Ablauf hängt von der Jahreszeit ab. So ist die
Sommerzeit nicht unbedingt etwas positives
für die Tiere. Sie gewöhnen sich schnell an die
regelmäßige Fütterung, haben ihre Zeit der
Eiablage und gewisse Tagesphasen, in denen die
entspannen.
Erfahrene Züchter kennen diese Abläufe ihrer Tiere, die auch jeder für sich
selbst
erkunden sollte um sich danach wenn möglich
zu richten.
Ungeziefer, hier ist
ein wichtiges Augenmerk darauf zu legen, was ist los in und
um meine Anlage.
Erfahrene Züchter erkennen sofort, ob der Hühnerstall frei von Flöhen
oder besonders in den Sommermonaten von
Milben ist. Die Tiere sind in ständiger Bewegung
und "putzen" sich. Besonders Nachts kommen
sie nicht zur Ruhe, wenn diese Tierchen in
ihrem Federkleid nach Nahrung suchen.
Tagsüber hat man den Eindruck es ist alles ruhig,
doch wenn man dann selber plötzlich den Kopf
voll hat, wird man skeptisch. Die Milbe zieht
sich tagsüber in viele kleine Ritzen und
Spalten zurück. Hier ist sehr oft der Ausbau mit
Profilbrettern von Nachteil.
Diese sollten mehrfach gestrichen werden oder
versiegelt sein.
Ein steingemauerter und gekalkter Stall hat
mehr Vorteile, den aber nicht jeder in Heimarbeit
errichten kann.
Wurden Milben festgestellt, sollte man nicht
warten. Die gehen erst dann wieder weg, wenn
es kälter wird.
Es sind Sprühprodukte auf dem Markt, die
stets mit Vorsicht einzusetzen sind. Niemals auf
die Tiere sprühen. Wer Spinnen in seinem
Stall hat, hat schon eine große Hilfe, die nicht zu
unterschätzen ist. Die Natur liefert im
Frühjahr und den ganzen Sommer über das sogenannte
Farnkraut, das stets frisch gebündelt im
Stall hängen sollte.
Der regelmäßige Anstrich der Sitzstangen von
unter und Ruhebretter mit einfachem Öl aus
dem Supermarkt ist ebenfalls eine gute
Erfahrung.
Sind die Tiere aber sehr hart befallen, z.B.
an den Beinen oder im Gesicht, sollte man auch
hier nur mit Öl rangehen. Da Hühner nicht
schwimmen können aber trotzdem gerne baden, ist
eine Stelle in ihrem Umfeld stets mit
trockenem Sand vorzuhalten.
Da wo Futter angeboten wird, bedienen sich
selbstverständlich auch Schädlinge, die in keinen
Stall gehören. Mäuse und Ratten erkennen
schnell, wo es gute und reichlich Nahrung gibt,
gerade in der Winterzeit, wo die Natur nicht
mehr viel zu bieten hat. So ist ein leer gefressener
Trog schon fast die Garantie,
das diese Eindringlinge keine Nahrung finden. Erfahrene
Züchter erkennen die Merkmale dieser Schädlinge und wissen, das ein großer
Schaden
entstehen kann, wenn man nicht zielstrebig
eingreift. Die Vermehrung geht so schnell. So
sind z.B. Futterautomaten nur dann sinnvoll,
wenn diese über Nacht unzugänglich
vorgehalten werden können. Nur die
Tagesration Futter zur Verfügung stellen, die
aufgefressen wird. Stets belegte Köderkästen
außerhalb der Anlage helfen gegen die
Eindringlinge. Sind sie
eingedrungen, können auch Köderkästen im Innern platziert werden.
Kommt man selbst nicht mehr dagegen an,
sollte man sich bei entsprechenden Kammerjägern
Rat holen. Wer frei von diesen Schädlingen
ist, tut sich und seinen Tieren was gutes.
Veterinär, kann
helfen. Leider sieht man in den vielen Kleintierpraxen ganz selten
oder eher gar keine Hühner. Dazu haben sich
wenige eingelassen und so steht der
Hühnerhalter oder auch der Züchter sehr oft
alleine da. Medikamente werden nicht abgegeben
und Diagnosen am Telefon schon gar nicht.
Dagegen gibt es auch keine Einwände denn der
Missbrauch von Medikamenten
ist nicht ratsam. Erfahrene Züchter
helfen sich gegenseitig,
denn meistens sind die Symptome gleich
gelagert und die Erfahrung des einen hilft dem
anderen. Sollten trotzdem Krankheitsbilder
nicht erkennbar sein, wird auch der Veterinär
weiterhelfen können, bzw.
übergeordnete Labore oder Institutionen einschalten. Diese Untersuchungen ergeben dann zwar einen sehr viel sicheren Befund, sind aber für den
Züchter mit Kosten
verbunden. Für seine Zucht benötigt er aber sichere
Auskünfte, um nicht
mit einer verkannten Krankheit seinen
gesamten Bestand und damit seine Zucht zu gefährden.
Wasser, muss sein. Man
kann schon mal auf eine Ration Futter verzichten aber
niemals auf die gefüllte Tränke. In der
warmen Jahreszeit lieber einmal mehr das Trinkwasser
in die Blumen kippen und dann die gereinigte
Tränke mit sauberem Wasser wieder hinstellen.
Wer auch über das Trinkwasser seinen Hühnern
etwas Gutes tun möchte, wirft immer ein
Stück Knoblauch mit ins Wasser. Auch hier
sind viele Ergänzungsmittel auf dem Markt.
Erfahrene Züchter raten zu keinem dieser
Produkte.
Zum Schluss alles noch
einmal zusammengefasst. In allen Abschnitten war auf
den erfahrenen Züchter hingewiesen. Es ist nicht der Allwissende aber das gebündelte
Wissen
dieser Züchter, die alle
in Vereinen organisiert sind, ist die Stärke und breite Basis der
heutigen Grundlage für die Aufgabe im
Bereich der Rassegeflügelzucht, die Artenvielfalt zu
schützen und zu erhalten. Nur wenn dieses
Wissen, diese Tipps und über Jahre gesammelte
und weitergegebene Erfahrung genutzt wird,
kann die Geflügelzucht weiter erfolgreich
betrieben werden.
Wenn die vielen Hühnerhalter aus ihrem Hobby
im Garten, hier die Erfahrung sammeln,
umsetzen oder sich zu Beginn durch Fragen
ebenfalls eine Grundlage zur Geflügelhaltung
schaffen, werden auch sie vielleicht einmal
ein Züchter, der gefallen an der ein oder anderen
Rasse findet und sich hiermit weiter
beschäftigt und entwickelt.
Viele Vereine sind im Altersdurchschnitt
schon an der oberen Grenze, ganz abgesehen vom
eigenen Nachwuchs, der leider fehlt, da die
Zeit andere interessantere Beschäftigungen bietet.
Also, unterstützen wir den örtlichen Verein,
sammeln die Erfahrung mit dem Gartenhobby
und wenn es dann "klick" macht, ist das
Rassehuhn die Lösung, natürlich dann mit Hahn.
Aber darüber reden wir dann, wenn es soweit
ist und fragen die erfahrenen Züchter.
